Gratis Blumentopf-Erde

Written by Ernte-Admin

Die Grundlage für jedes Ernte-Reich ist stets eine reiche Erde! Das gilt im Garten ebenso wie bei Blumentöpfen. Doch so einfach und grundlegend das klingen mag, so schwer kann es realisierbar sein, wenn man kein Geld ausgeben möchte. Heutzutage haben viele Menschen keinen eigenen Garten mehr aus dem sie sich bedienen könnten. Vielleicht geht es dir ebenso? Gute und hochwertige Erde geht schnell ins Geld. Discounter-Erde hat einen deutlich besseren Preis, allerdings ist die Gefahr hier hoch, sich ungewollte Mitbewohner mit nachhause zu nehmen: Schimmel und Parasiten. Mit Erde aus dem Fachhandel ist der Gärtner in jedem Fall besser beraten. Wie aber bekommst du gratis eine gute Erde für deine Blumentöpfe?

Diese Frage klären wir gern. Wir zeigen dir einige Möglichkeiten, wie du gratis an gute Erde kommst. Hier gilt wie immer: wenn du dir nicht sicher bist, ob es jemandem gehört: Fragen! Denn etwas zu nehmen, das einem anderen gehört ist selbstverständlich Diebstahl.

Maulwurfshügel

Gärtner in ländlichen Gegenden haben viele Vorteile. So auch diesen. Auf Weiden, Wiesen und Lichtungen Leben oft Tiere, die der Gärtner sonst eigentlich nicht gern sieht: Maulwürfe. Diese produzieren alle paar Tage einen Maulwurfshügel und der besteht: aus fantastischer, gut durchgearbeiteter, nährstoffreicher Erde. Ich habe noch nie erlebt, das sich jemand beschwert hat, wenn man diese Hügel einfach absammelt. Natürlich nicht aus einem eingezäunten Gebiet! Es sei denn, du fragst. Ein nettes Hallo und ein Zaungespräch haben schon so manches Tor geöffnet.

Waldboden

Bei Waldboden ist darauf zu achten, was für ein Wald darauf wächst. Nadelbaum-Monokulturen sind keine gute Option, da der Boden oft über die Maße sauer ist und die meisten Samen bei niedrigem PH-Wert (also sauer) nicht gut keimen. Bei einem Misch- oder Laubwald kann man Gott sei Dank nicht viel falsch machen. Diese Erde ist meistens ausgewogen und nährstoffreich. Sofern man nur ein wenig Erde für ein paar Aussaat-Schalen oder Blumentöpfe braucht, sehe ich auch kein Problem darin, ein wenig Erde mitzunehmen. Selbstverständlich ist es nicht in Ordnung, einen Auto-Anhänger voll Waldboden abzutransportieren! Wenn du Waldboden nutzt, dann nimm zunächst die oberen 5 bis 10 Zentimeter Boden ab, die tieferen Schichten sind besser verrottet und damit sind die enthaltenen Nährstoffe für deine Pflanzen besser aufnehmbar. Achte darauf, keine Löcher im Waldboden zurückzulassen, in die Menschen oder auch unachtsame Tiere fallen könnten oder die eine Ursache für Stürze sein könnten! Und besonders wichtig: Finger weg von Naturschutzgebieten!

Baustellen

Auf großen, privaten oder städtischen Baustellen kommt es oft vor, dass Erdreich aufgebrochen und ausgehoben wird. Mitunter soll die Erde später abtransportiert werden, was kostenpflichtig ist. Es schadet also nicht, die Bauarbeiter – idealerweise den Bauleiter – zu fragen, ob man sich ein paar Eimer voll mitnehmen kann. Eine dunkelbraun gefärbte, krümelige Erde ist oft am besten. Wichtig ist, die Baustelle nicht eigenmächtig zu betreten sondern bereits vor dem Betreten um Erlaubnis zu fragen. Auch alle weiteren Tätigkeiten sind selbstverständlich abhängig vom Einverständnis der verantwortlichen Personen. Wie immer gilt: einfach mal nett Hallo sagen und Fragen wirkt oft Wunder!

Was gibt es noch zu beachten?

Erde aus Baustellen sollte sterilisiert werden, damit du dir nicht ungewollt Parasiten oder Schimmel einschleppst. Wir haben eine Anleitung dazu in unserem Artikel „Erde sterilisieren“ veröffentlicht.

Wenn du die gratis Erde für die Aussaat von Samen nutzen möchtest, solltest du sie sterilisieren, egal woher sie kommt. Ob die Erde den Kriterien für eine gute Aussaat-Erde entspricht, erfährst du in dem Artikel „Aussaat-Tipps: Die richtige Anzucht-Erde“.

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